Der Sanddorn

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Foto: NABU Helge May

Der Sanddorn ist ein sehr dekoratives Wildobstgehölz. Er hat silbergraue, längliche Blätter und trägt dazu auch noch orangefarbene, kleine Beeren. Sie bilden einen schönen Kontrast zu den grünen Blättern.

Die Krone des Sanddorns ist eher unregelmäßig und kann bis zu sechs Meter hoch werden. Die Grundfläche ist mit drei bis vier Meter zu veranschlagen. Damit sich der Sanddorn nicht unkontrolliert ausbreiten kann, sollte beim Pflanzen am besten gleich eine Wurzelsperre mit eingegraben werden.

Ein Sanddorn ist anspruchslos. Schwere Lehmböden oder stark verdichtete Böden sollten jedoch vermieden werden. Die Pflanzstelle sollte mit Sand gemischt und somit durchlässiger gemacht werden.

Die Beeren wachsen nur an den weiblichen Sanddorngehölzen. Zur Befruchtung sind mindestens zwei weitere männliche Gehölze notwendig, die nach Möglichkeit entsprechend der Windrichtung zu pflanzen sind. Diese Beeren sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind auch sehr gesund. Sie enthalten mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte.

Eine Sanddornhecke entwickelt dichtes Astwerk und dient zahlreichen Vögeln als Nistgehölz und Unterschlupf.

Die Früchte des Sanddorns können im Herbst ab Mitte September geerntet werden. Aus dem Sanddorn lassen sich leckere süße und pikante Speisen zubereiten, zum Beispiel Gelee, Marmelade, Kuchen, Sirup oder Suppe. Außerdem schmecken die Beeren gepresst gut als Saft.

Wenn Sie die Beeren nicht vollständig ernten werden Sie mit Sicherheit Besuch von zahlreichen Vogelarten -insbesondere von Wacholder- und Misteldrosseln- bekommen. Die Vögel sorgen dann dafür dass keine einzige Beere übrig bleibt.

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Foto: NABU Beatrice Jeschke