Das Pfaffenhütchen

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Foto: NABU Krzysztof Wesolowski

Das Pfaffenhütchen ist ein Eldorado für Insekten aller Arten sowie für unsere heimischen Vögel.

Das Pfaffenhütchen wird in der Regel drei bis vier Meter hoch. Aus dem flach wachsenden, Wurzelwerk treibt es zahlreiche Ausläufer, so dass lichte Standorte schnell zuwachsen .

Der Strauch kommt mit vielen unterschiedlichen Bodenbedingungen zurecht, auch wenn er auf kalkhaltigem und tendenziell trockenem Untergrund reicher blüht. Wird es feuchter, wächst das Pfaffenhütchen dafür umso schneller.

Das Pfaffenhütchen ist einer unserer häufigsten heimischen Sträucher. Im Herbst besticht das Pfaffenhütchen durch seine bunten Früchte und die attraktive Laubfärbung.

Pfaffenhütchen blühen im Mai und Juni recht unscheinbar gelblich-weiß, ab August reifen die Früchte aus. Die vier Fruchtklappen springen dann auf und geben die an Fäden hängenden, orangerot ummantelten Samen frei.

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Foto: NABU cr.juergens@t-online.de

Während die nektarreichen Blüten von Insekten bestäubt werden -meist von Fliegen, aber auch von Bienen oder Ameisen-, stehen die knallbunten Früchte vor allem bei Vögeln hoch im Kurs.

Drosseln, Elstern und Rotkehlchen sorgen so für die Verbreitung der Art, was dem Strauch den Beinamen Rotkehlchenbrot eingebracht hat.

Warnung: Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, enthalten Giftstoffe, darunter herzwirksame Glykoside und verschiedene Alkaloide. Selbst große Weidetiere können daran sterben.

Auch für den Menschen ist das Pfaffenhütchen gefährlich. Der Genuss der Früchte kann zu Kreislaufstörungen, Fieber und Koliken führen.