Der Liguster

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Foto: NABU Jost Einstein

Die ökologische Bedeutung des Liguster ist vielfältig. Er dient sowohl als Vogelschutz als auch als Bienenweide. Auch die Früchte sind von ökologischer Bedeutung.

Es gibt kaum ein Gartengehölz, das so pflegeleicht ist wie der Liguster. Als Pflegemaßnahmen genügt ein regelmäßiger Formschnitt und eine Kompostdüngung im Frühjahr. Weltweit gibt es über 50 Arten. In Europa ist nur der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) heimisch. Im Garten hat vor allem die Sorte ĎAtrovirensí als Heckenpflanze eine größere Bedeutung. Der Liguster 'Atrovirens' ist eine wintergrüne und robuste Pflanze mit strauchartigem Wuchs. Als Hecke oder auch als Einzelpflanze gehört er zu den attraktiven Gehölzen im Garten.

Als Heckenpflanze bietet er als dicht verästelter Strauch einen nahezu kompletten Sichtschutz für Terrassen oder Sitzplätze. Er gedeiht auf nahezu jedem Boden, verträgt Sonne, aber auch Schatten und sein Wasserverbrauch ist äußerst sparsam. Abhängig von der Sorte erreichen Liguster eine Höhe zwischen 60 Zentimetern und 7 Metern. Zwischen Juni und Juli bildet das Ziergehölz cremefarbene bis weiße Blüten aus.

In den Ligustersträuchern und -hecken findet ein lebhaftes Treiben von Vögeln, Bienen und Insekten statt. Die dichte Verästelung bietet Kleintieren Schutz und Nahrung. In einem natürlichen Gartenumfeld bildet der Liguster sein eigenes, kleines Biotop. Der Nektar, der sich in den Boden des Blütenkelches absetzt wird von den Wild und Honigbienen sehr geschätzt. Während der Blütezeit lässt sich ein reges Bienentreiben verfolgen. Auch Schmetterlinge lieben und umschwirren Ligusterblüten. Sogar seltene Falterarten wie Ochsenaugen oder Perlgrasfalter können, je nach sonstigem Gartenumfeld, beobachtet werden. Einige Falterarten legen ihre Raupen im Liguster ab. In sehr dichten Hecken kann eine große Artenvielfalt entstehen.

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Foto: NABU Helge May