Der Faulbaum

faulbaum Foto: NABU Lutz Wolfram

Der Faulbaum (Frangula alnus), auch Pulverholz genannt, ist ein 1,5 3 m hoher pflegeleichter Strauch, der auf dem geeigneten Standort auch als Baum entwickelt werden kann, wenn er nicht zurückgeschnitten wird. Als einheimische Art benötigt er so gut wie keine Pflege und findet auch in einem kleinen Garten Platz.

Er wächst besonders gut auf saurem Lehm-Tonboden, verträgt aber auch sandige Böden. Der Faulbaum gedeiht auch an schattigen halbschattigen Standorten.

Im Mai-Juni trägt der Strauch kleine, unscheinbare weiße Blüten, die eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und viele andere Insekten sind. Die Blüten entwickeln sich zu erbsengroßen grünen Beeren, die später rot und im Herbst schwarz werden. Wie so oft, sind die Früchte für uns Menschen giftig, werden aber von Amseln und Wacholderdrosseln gerne gefressen.

Faulbäume sind vor allem für den Zitronenfalter überlebenswichtig, denn er legt nur am Faulbaum seine Eier einzeln oder zu zweien an den Blättern, Triebspitzen und Zweigen ab. Insgesamt produziert der Zitronenfalter rund 100 Eier, die nach einer bis zwei Wochen schlüpfenden, schlanken Raupen sind dunkel mit einem hellen Seitenstreifen. Je nach Witterung verpuppt sich die Raupe nach drei bis sieben Wochen.

Schon ein einziger Faulbaum lässt ihren Garten zu einem Lebensraum für den Zitronenfalter werden. Der Falter überwintert als einzige Schmetterlingsart im Freien an geschützten Stellen und kommt deshalb schon im zeitigen Frühjahr aus seinem Winterquartier. Der ausgewachsene Falter bevorzugt im Sommer rot und violett blühende Pflanzen.