Die Eibe - Baum des Jahres 1994 -

Foto: NABU Helge May

Die Eibe (Taxus baccata) ist vielseitig wie kaum ein anderes Nadelgehölz. Sie ist verwendbar als frei wachsender Baum für die Einzelstellung oder auch für Hecken und jegliche Art von Formgehölzen. Die Eibe ist schnittverträglicher als jedes andere Nadelgehölz.

Eiben sind sehr anspruchslos: Sie gedeihen nahezu auf jedem Boden. Sie bevorzugen kalkhaltige, etwas lehmigere Böden, wachsen aber auch noch auf leichten, schwachsauren Sandböden. „Nasse Füsse“ mag sie aber überhaupt nicht, d.h. der Boden sollte durchlässig sein.

Ein halbschattiger bis schattiger Standort bekommt Ihrer Eibe besser als ein sonniger, exponierter Platz im Garten. Obwohl Eiben winterhart sind, leiden sie in sehr kalten, schneearmen Wintern gelegentlich unter der Wintersonne und austrocknenden Ostwinden.

Die Blütezeit liegt im Spätwinter oder im frühen Frühjahr des nächsten Jahres, im Normalfall zwischen Februar und März, in kälteren Regionen erst zwischen April und Mai.

Die Eibe gehört zu den sogenannten zweihäusigen Gehölzen. Das bedeutet, dass die Geschlechter komplett getrennt sind – jede Pflanze hat entweder nur männliche oder weibliche Blüten.

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Foto: NABU Helge May

Die Eibe wird von zahlreichen Vogelarten als Nahrungsquelle genutzt. Dabei gibt es Vogelarten, die nur an der süßen Arillus (den Samenkern umschließendes Fruchtfleisch) interessiert sind und die den Samen wieder ausscheiden. Dies sind insbesondere Amsel, Star, diverse Drosselarten, Sperlinge, Mönchsgrasmücke und Gartenrotschwanz. Der eigentliche holzige Samen wird unverdaut, aber keimfähig wieder ausgeschieden. Ohne diese Darmpassage kann der Samen nicht keimen.

Zu den Samenfressern zählen hauptsächlich der Grünfink, aber auch die Kohlmeise, Kleiber, Grünspecht, Sumpfmeise und der Kernbeisser laben sich an den Eibensamen.



Warnung: Die Nadeln und die Samen der Eiben sind hoch giftig. Vor allem bei Familien mit Kindern ist Vorsicht geboten.