Das Messeler Hügelland

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Westlich von Münster erstreckt sich ein großes, geschlossenes Waldgebiet bis nach Darmstadt. Die ausgedehnten Laubwälder gehören zum Naturraum Messeler Hügelland in dessen Zentrum die Grube Messel liegt.

Der hohe Waldreichtum dieses Naturraums ist der Jagdleidenschaft der Landgrafen und Großherzöge zu verdanken. Sie begannen vor 400 Jahren mit der Gestaltung der Natur und entwickelten die alten Eichenbestände und viele Waldwiesen zur optimalen jagdlichen Nutzung.

Zur Erhaltung der Artenvielfalt in diesem Naturraum wurde im Jahr 2010 das Naturschutzprojekt "Messeler Hügelland" entwickelt. Im Focus des Naturschutzes stehen die wertvollen und seltenen Feuchtwälder mit ihren Fließgewässern, die Waldwiesen sowie die alten Eichen- und Buchenwälder.

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Zur Erreichung der Ziele des Naturschutzes sind folgende Maßnahmen geplant:

1. die Anlage von Tümpeln zur Förderung von Amphibien und Libellen,

2. die Sicherung der Wanderwege der Amphibien zu ihren Laichgewässern,

3. die Entwicklung von Trockenstandorten durch Entbuschung als Lebensraum von wärmeliebenden Tierarten wie Eidechsen und Wildbienen

4. der Verzicht auf die forstwirtschaftliche Nutzung auf Teilflächen zur Erhöhung des Totholzanteils, als Lebensraum für viele Höhlenbrüter und Insekten und zur Steigerung der Nahrungsgrundlage für viele Vogelarten.

Die Gemeinde Münster und die NABU-Gruppe Münster unterstützen das Naturschutzprojekt Messeler Hügelland durch die im Jahr 2012 abgeschlossenen Projekte "Urwald am Erlenbach", "Renaturierung des Erlenbaches" und "Renaturierung der Adamsteiche".