Auf dem Sand

schutzgebiet

Dieser Bereich des Gemeindegebietes grenzt im Norden an die Hergershäuser Wiesen an. Es handelt sich - wie der Name schon sagt - um sandige Böden.

Über Jahrtausende transportierte der Main mit dem Wasser lockere Sande, die sich an seinen Ufern ablagerten und durch den Wind bis in unsere Gegend transportiert wurden. Die nährstoffarmen Sande lagerten sich ab und bildeten mächtige Binnendünen. Als Pionier wuchs zunächst das Silbergras auf dem Sand, später entwickelten sich Magerrasen, die in ihrer bunten Blütenfülle einen einzigartigen Anblick bieten.

Bisher wurden diese Flächen als Spargeläcker landwirtschaftlich genutzt. 2008 wurde der letzte Spargelacker vom NABU gekauft. Silbergras und Magerrasen kamen nur noch auf kleinen Grundstücken vor und können sich jetzt auf den erworbenen Grundstücken ausbreiten. Der NABU Münster pflegt diese Flächen regelmäßig.

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Ein Teil der mächtigen Binnendüne wurde 1976 abgetragen und für den Bau der B 45 verwendet.

Heute finden wir in diesem Bereich ein wertvolles Feuchtgebiet, das der NABU - Münster in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Naturschutzbehörde des Landkreises Darmstadt-Dieburg in jahrelanger Arbeit für den Naturschutz gesichert und gestaltet hat.

In den flachen Tümpeln leben zahlreiche Amphibienarten - vor allem Kreuzkröte und Laubfrosch - und zahlreiche Vogelarten brüten in diesem Gebiet bzw. nutzen es als Rastplatz auf dem Zug in die Winterlebensräume.