Der NABU-Münster strukturiert sich neu


struktur_nabu


Einladung zur Jahreshauptversammlung 2017 vom NABU Münster-Hessen


jahreshauptversammlung


Kranichzug über Münster


kranichzug

Am Freitag, dem 27.10.2017 kündigte sich bereits der Kranichzug an nachdem am späten Nachmittag 2 Trupps mit je ca. 40-50 Kranichen die Flugroute über Münster in südwestlicher Richtung wählten.

Dass es sich hierbei nur um eine Vorhut handelte wurde am Montag, dem 30.10.2017 deutlich. Ab ca. 14:00 Uhr begann ein nicht enden wollendes Schauspiel mit zahllosen Pulks von Kranichen, die von nordost kommend in südwestlicher Richtung Münster im Minutentakt überflogen. Jeder Pulk beinhaltete mehrere Hundert Exemplare, der in der den Kranichen eigenen Keilformation flog.

Auch nach Einbruch der Dunkelheit konnte man die Kraniche noch schemenhaft am Himmel erkennen und ihr typisches Schreien vernehmen. Wie viele Kraniche es letzten Endes waren, die den Weg über Münster genommen hatten kann nur geschätzt werden. Es müssen wohl weit über 15.000 Exemplaren gewesen sein.


Der Star ist Vogel des Jahres 2018.


star

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Star zum -Vogel des Jahres 2018- gekürt.

Der Bestand des Stars hat in den letzten Jahrzenten stark abgenommen, so dass er inzwischen auf der Roten Liste steht.

Zahlreiche Beiträge und Videos zum Vogel des Jahres 2018 finden Sie auf den Twitter- und Facebook-Accounts des NABU-Bundesverbandes (bitte auf der Startseite die entsprechenden Symbole anklicken) oder auf NABU.de.


Filmkarriere des im Jahr 2015 im Klärwerkshorst geborenen Jungstorches mit der Ring-Nr. DEW4T128.


storch

Der im Jahr 2015 im Klärwerkshorst geborene Jungstorch mit der Ring-Nr. DEW4T128 hat in diesem Jahr im Enger Bruch (Kreis Herford) erfolgreich gebrütet. Eckhard Lietzow (Naturfotografie) hat ein Video auf Youtube veröffentlicht, in dem unser Jungstorch eine der Hauptrollen spielt. Sehr sehenswert !

Video von Eckhard Lietzow bitte anklicken


Birdwatch-Wochenende am 30.09. / 01.10.2017


Card image cap

Vogelbeobachtungen

Gemeinsam Zugvögel beobachten
Europaweites Birdwatch-Wochenende

am 30. September/
1. Oktober

Button

Es ist wieder so weit. Zum Höhepunkt des Vogelzuges über Deutschland ruft der NABU jedes Jahr zur Vogelbeobachtung auf: Im Rahmen des EuroBirdwatch bieten NABU und Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) am ersten Oktober-Wochenende zahlreiche fachkundig geleitete Exkursionen an.

Der Birdwatch ist eine gemeinsame Aktion der Partner im Netzwerk BirdLife International und findet am 30. September/1. Oktober 2017 bereits zum 24. Mal statt. Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, welche Vogelarten zu beobachten sind oder wie man ziehende Vögel in einem Schwarm identifizieren kann, schließen Sie sich einfach einer der zahlreichen Veranstaltungen an.

Weitere Informationen finden Sie hier.



NABU-Kelterfest am 24.09.2017 abgesagt


Ohne ´Aeppelscher´ gibt´s kein ´Stoeffsche´


apfel

Wir werden keine zugekauften Äpfel keltern ! So die einhellige Meinung der Aktiven des NABU Münster-Hessen. In den vergangenen Jahren konnten sich die Besucher des beliebten Kelterfestes darauf verlassen, dass der frisch gepresste "Süße" aus unbehandelten Früchten der Streuobstwiese des NABU und umliegender Streuobstwiesen, die der NABU dankenswerter Weise ernten durfte, gekeltert wurde.

Väterchen Frost hat uns in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ganze Neun Äpfel hingen am Donnerstag noch einsam in den Baumkronen. Und damit lässt sich nun wahrlich kein einziges Glas füllen. So muss zu unserem Bedauern unser genussreiches Kelterfest in diesem Jahr ausfallen." Diese Feststellung musste der Vorsitzende des NABU Münster, Dieter Günther, nach Abstimmung der Aktiven beim "Vorbereitungsstammtisch", treffen.

Schade, die Qualität eines "frisch Gepressten" bereitet schon Gaumenfreuden. So bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr eine reiche Ernte für Entschädigung sorgt und der Apfel einmal mehr die Wertschätzung erhält die er verdient. Und sei es als gepresster, frischer Saft.

Thomas Lay


Die Kinderstube eines Gaststorches in den Hergershäuser Wiesen


Der NABU-Kollege Horst Usinger verfolgte anhand der Ring-Nr. DEW 4T077 die Herkunft des seit längerem in den Hergershäuser Wiesen vagabundierenden Gaststorches und stieß auf eine wahrhaft interessante Brutstätte. Der Jungstorch wurde im Jahr 2015 zusammen mit 4 Geschwistern auf dem 20 Meter hohen Werbe-Würfel des EDEKA Marktes in Bensheim-Auerbach geboren. Der Eigentümer des EDEKA-Marktes hatte die Nisthilfe auf dem Werbe-Würfel samt Webcam installiert. Das Brutgeschehen wurde in den EDEKA-Laden übertragen was die Kunden total begeisterte.

Horst Usinger hat den EDEKA-Markt informiert und ein Foto des Gaststorches auf unserem Webcam-Mast beigefügt.

beringung beringung beringung

Das linke und das mittlere Bild zeigen die Beringung am 08.06.2015 und das rechte Bild zeigt den Gaststorch


Eine Fledermausnacht in Münster


´´´´´Foto: Matthias Kisling
batnight

Da - endlich! Wie auf geheimes Kommando beginnt ein fast unheimliches, völlig lautloses Huschen dicht über dem in der Abenddämmerung liegenden Weiher des Münsterer Freizeitgeländes. Kleine umherflitzende Schattengestalten, immer wieder und pfeilschnell, kaum mit dem Auge zu verfolgen.

Auf diesen Moment hatte die von Fledermaus-Fachfrau Karin Banki vom NABU Münster geführte Gruppe von fast vierzig Teilnehmern mit Spannung gewartet. Längst hatte das an ein Smartphone erinnernde Gerät in der Hand der Expertin seltsam knatternde Geräusche von sich gegeben. Da war also was... Aber wirklich lautlos? Naja, für den Menschen schon, nicht aber für den Fledermaus-Detektor, das Gerät also, das tierische Jagd- und Ortungsrufe im Ultraschallbereich elektronisch in den Hörbereich des Menschen befördert und dadurch für die Gruppe von Menschen, die da leise den Teich umrundet, wahrnehmbar gemacht hat.


Wir sind eingetaucht in die International Bat Night vom 26. August, zu der die NABU Ortsgruppe, zum erstenmal übrigens in Münster, eingeladen hatte. Wirklich international ist sie, diese Fledermausnacht. In mehr als dreißig Ländern soll sie über die jeweils heimischen Fledermauspopulationen und ihre Lebensräume aufklären und bei der Bevölkerung fledermausmausfreundliche Reaktionen und Maßnahmen auslösen. Ganz handgreiflicher Artenschutz also.

Ein paar Schritte weiter bei unserer Umrundung des kleinen Sees eine ganz ähnliche Situation: wieder diese (für uns Menschen) lautlosen, Kapriolen schlagenden Schattenwesen, diesmal aber in Augenhöhe oder über den Köpfen, so wie wir es aus manchem Hausgarten in Münster kennen. Wahrscheinlich eine andere Fledermausart, die hier nach Insekten auf die Jagd geht und ihre insektenortenden Ultraschallrufe ausstößt. Bankis Fledermausdetektor schlägt immer wieder an; das Knattern hat nun ein deutlich anderes Lautmuster.

Begonnen hatte die Veranstaltung schon am späten Nachmittag, als noch Sonne und Wärme Axels Auszeit, den lauschigen Biergarten in Münsters Freizeitgelände, durchfluteten. Der NABU hatte sich mit einer ebenso anregenden wie liebevoll gestalteten Präsentation rund um das Thema Fledermäuse eine Riesenmühe gemacht: mit Schautafeln, Broschüren und Flyern, Beispielen von Spaltenquartieren, also Fledermausbrettern und -Flachkästen, auch zum Selbstbau, und vielem mehr, um die auch bei Fledermäusen grassierende Wohnungsnot zu lindern.

Wie leicht es zum Beispiel für Hausbesitzer ist, schnell und effizient "bezahlbaren Wohnraum" für "die Kobolde der Nacht" zu schaffen, zeigte eine spezielle Dachpfanne der Firma Braas Dachsysteme mit genial gewundener Öffnung, durch die Fledermäuse bequem in Dachstühle ein- und ausflattern können, ohne die Dichtheit eines Daches aufs Spiel zu setzen. Und dann dieses Angebot von Fledermaus-Guano, Endprodukt des Fledermausstoffwechsels also, Jahrgang 2017 vom Großen Mausohr, frisch geerntet vom Schiff der Münsterer Kirche (oberhalb davon, versteht sich), liebevoll portioniert und eingetütet von der Fledermaus- Fachfrau höchst persönlich. Sozusagen himmlisch! Wer zu all dem drängende Fragen hatte - die Heinzelmännchen vom NABU in ihren blauen T-Shirts waren immer und gern zur Stelle.

Bis Karin Bankis etwa halbstündiges medial unterstütztes Referat über die Fledermäuse begann, konnte man sich's bei untergehender Sonne mit Fledermausblut, einem frisch, aber auch nur zu diesem Anlass ins Sortiment von Axels Auszeit aufgenommenen Getränk (mit oder ohne Alkohol!), gut sein lassen.

Bankis Vortrag geriet dann zum Crash-Kurs für Fledermaus-Jünger: Grundsätzliches zur Anatomie dieser Säugetiergruppe, evolutionäre Aspekte (Stichwort "Grube Messel", "Eozän"), Jahresverlauf einer Fledermaus, Nahrung (eine Fledermaus kann 4.000 Mücken pro Nacht vertilgen!), Überwinterung, Hilfe für erkrankte oder "gestrandete" Fledermäuse, Beschaffenheit von Fledermausquartieren (was kann man tun, damit sie keinen Schaden nehmen? Wie kann man viele neue schaffen?). Informationen über Informationen - die bei einem interessiert lauschenden Publikum viele engagierte Fragen auslösten. Am Ende kehrte der Vortrag nach Münster zurück: 25 Fledermausarten gibt es in Deutschland; neun davon sind in Münster festgestellt worden. Bislang! Die Arbeit des NABU Münster hat in Sachen Fledermäuse ja gerade erst begonnen; die Ortsgruppe sucht ausdrücklich nach weiteren Streitern für diese faszinierende Säugetiergruppe. Und insbesondere nach Bürgerinnen und Bürgern, die dem Schutz dieser Tiere ihre besondere Aufmerksamkeit und ihr Engagement schenken wollen.

Hans-Dieter Teichmann


21. internationale Batnight und Münster ist dabei!


´´´´´Foto: Dietmar Nill
fledermaus

In Münster findet am 26. August 2017 ab 18.00 Uhr bis ca. 21.30 Uhr

Im Biergarten von "Auszeit bei Axel"
https://www.auszeit-bei-axel.de/anfahrt-1/ die erste Fledermausnacht der Ortsgruppe vom NABU statt.

Es treffen sich Fledermausfreunde und solche, die es werden wollen, um mehr über die Kobolde der Nacht zu erfahren und anschließend live zu erleben.

Jung und Alt sind eingeladen, sich Bilder der Fledermausarten in Münster und auf der MUNA anzusehen, Bauweisen von Ersatzquartieren zu verstehen und ein kleines Rahmenprogramm im lockeren Ambiente des Biergartens bei Axel zu genießen.

Nach einer kurzen Zusammenfassung zum Thema Fledermaus werden wir mit dem Batdetector am Teich des Freizeitzentrums Fledermäuse bei der abendlichen Jagd beobachten.



Fledermauskastenkontrolle im Wald von Münster


´´´´´Foto: Privat
fledermaus

Am Samstag konnten wir die Fledermauskästen im Wald von Münster inspizieren. Das Wetter dazu war günstig, da die Sonne nicht schien und es zu dieser Zeit auch nicht regnete. Die Kontrolle zeigte, dass es sich lohnt, die Hängung vom letzten Jahr zu überprüfen und anzupassen.

Besonders die Rundhöhlen an sonnigen Plätzen waren fast alle angenommen worden. Auch in den Höhlen, in denen wir keine Fledermaus finden konnten, war Fledermauskot enthalten. In den Kästen, deren Standorte offenbar zu schattig sind, war hingegen nichts zu finden.

Ein defekter Flachkasten wurde abhängt. Er dient nun als Anschauungsstück während der kommenden Fledermausnacht am 26. August dieses Jahres.

Fazit - wir konnten neun Fledermäuse ausmachen. Eine davon fand unser vorsichtiges Öffnen wohl etwas nervig und entschlüpfte nach hinten, um die nächste Baumhöhle anzufliegen.




Die Storchenbilanz 2017


Nachfolgend die Ergebnisse des Storchenjahres 2017 in Münster und Eppertshausen. Damit endet die Berichterstattung für 2017.

Hergershäuser Wiesen

Ort Ring

Ring-

Nr.

Bering-

datum

Bering-

ort

Anw.

seit

Bemerkung
Klärwerk

1 beringt links

1 unberingt

1 Küken beringt

1 Küken beringt

DER 9337

-----

DEW6T912

DEW6T913

19.06.09

-------

31.05.17

31.05.17

Messkirch

--------

Klärwerk

Klärwerk

2016

1995

2017

2017

--------

wbl. ca. 23 Jahre alt

tot am 07.07.2017

----------

Sand

1 beringt links

1beringt links

2 Küken

DERAJ401

DEW9X613

nicht beringt

14.06.11

07.07.11

----------

Linkenheim

Petershagen

--------------

2014

2014

2017

Gersprenz 1

1 beringt

1 unberingt ?

3 Küken

-------

-------

nicht beringt

2017

2017

2017

Gersprenz 2

1 beringt links

1 beringt rechts

3 Küken

DEW4T133

DEW2T983

nicht beringt

22.05.15

04.06.14

----------

Hochheim/M.

Eppertshausen

-------------

2017

2017

2017

Gersprenz 3

1 beringt link

1 beringt rechts

1 Küken

DEW4T125

DEW2T906

nicht beringt

13.05.15

28.05.15

----------

Klärwerk

Erlensee-Rückingen

2017

2017

Gersprenz 4

?

?

keine Brut

2017

2017

nur sporadisch

nur sporadisch

-------------

Gersprenz 5

?

?

keine Brut

Pappelw. 1

1 unberingt

1 unberingt

keine Brut

2017

2017

-------

nur sporadisch

nur sporadisch

-----------

Pappelw. 2

?

?

keine Brut

Eppertshausen

In den Stöcken

1 beringt rechts

1 unberingt

1 Küken beringt

1 Küken beringt

DEW6X141

--------

DEW6T910

DEW6T911

2008

--------

Trebur/Oberach

2014

------

2017

2017


Die Vogelwelt des Altkreises Dieburg


Eine Ausarbeitung von Dr. Wolfgang Heimer für den Arbeitskreis Dieburg der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) und den Kreisverband Dieburg im Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Hessen (NABU). Die Studie zeigt den aktuellen Wissensstand über unsere Vogelwelt und die Entwicklungen in den vergangenen Jahren.


avifauna

Bitte auf das Bild klicken.




Die Feld- und Flurknigge


Der NABU Münster hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Münster und den Landwirten ein Faltblatt erarbeitet, das Empfehlungen über die Verhaltensweisen der Spaziergänger in Feld und Flur darlegt.

Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass in den Naturschutzgebieten die Spazierwege strikt einzuhalten sind damit Flora und Fauna keine unnötigen Störungen ausgesetzt sind. Hunde sind grundsätzlich an der Leine zu führen. Die Hinterlassenschaften der Hunde sind ordnungsgemäß in den dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen.



Storchendrama an der Gersprenz


anton

Ein Jungstorch wurde am Ufer der Gersprenz von Spaziergängern und mehreren NABU Mitgliedern gesichtet. Der Vogel war nicht in der Lage sich selbst aus der misslichen Lage zu befreien da er noch nicht fliegen konnte und das Steilufer ein für ihn unüberwindbares Hinderniss darstellte. Da er in dieser Situation vermutlich bereits 1-2 Tage war, waren seine Kräfte erkennbar schon etwas geschwächt. Anhand der Ring-Nr. 6T912 war klar, dass es sich um einen der beiden Jungstörche des Kläranlagenhorstes handelte.

Siggi Treuer vom NABU Münster besorgte sich den beim NABU für diese Fälle vorgehaltenen Neoprenanzug, rutschte damit das Steilufer hinunter und barg der Vogel mit sicherem Griff. Die oben bereitstehende Inge Teichmann vom NABU Münster übernahm das Jungtier und trug es in das Areal des Klärwerkes.

Dort marschierte der Vogel über das Gelände, putzte sich, schlug ab und an mit den Flügeln und pickte gelegentlich am Boden. Die Hoffnung, dass sich die Eltern sofort um ihr Junges kümmmern würden, erfüllten sich leider nicht. Inge Teichmann besorgte noch etwas Futter.

Der Jungstorch wurde auch weiterhin von den Eltern nicht gefüttert. Bei der Fütterung mit Putenfleisch wurde der Schnabel des Storches dermaßen verklebt dass befürchtet werden musste, dass er keine weitere Nahrung mehr aufnehmen kann. Éin Versuch ihn einzufangen und ihm den Schnabel zu reinigen, schlug fehl. Einen Tag später wurde er jedoch glücklicherweise mit berfreitem Schnabel entdeckt und es schien so als wäre er über dem Berg.

Leider wurde das Sorgenkind am nächsten Morgen in der Nähe des Schöpfwerkes tot aufgefunden. Sein Tod ist rätselhaft denn äußerlich konnten keine Verletzungen festgestellt werden. Vielleicht hat ihm der nächtliche Sturm zugesetzt oder er hatte doch eine Krankheit. Die NABU-Mitglieder haben ihn vor Ort beerdigt.



Wie sieht sie aus .... die Fledermaus in Münster ?



Am Sonntag, dem 23. April sind wir dann das erste Mal losgezogen. Erst im Ort, dann an der Gersprenz und an der alten Kläranlage. Je nach Standort konnte man die jagende Fledermaus mit dem Detector schnell ausmachen. Im Ort selbst ‚war es noch ruhig‘ und doch auch dort schlug der Detector an. An der alten Kläranlage musste man schon ein wenig suchen und auch dann war sie deutlich zu hören.

Zuhause angekommen wurden wir erst richtig neugierig. Welches Fledertier war es denn nun? Da sich hier schon abzeichnete, dass je nach Umgebung sich auch die Fledermaus unterschied, war die Frage, welche würden wir beim Freizeitzentrum finden? Und jagen die Fledermäuse auch im Wald von Münster?

Am Montag wurde es dann endlich wieder wärmer und am Nachmittag flogen Schmetterlinge, Bienen und Falter umher. Da sollte sich doch am Abend schon die eine oder andere Fledermaus zu finden sein? Wir fuhren also raus zum Freizeitzentrum und schon als die Dämmerung aufzog konnten wir die Fledermaus deutlich hören – was aber noch viel schöner war – auch deutlich am Himmel sehen. Wir haben den unterschiedlichsten Fledertieren zugehört, haben sie aufgezeichnet und haben sie dann in aller Ruhe weiter jagen lassen.

Neugierig geworden? Interesse selbst mal der Fledermaus zuzuhören? Dann einfach eine Mail an fledermaus@nabu-muenster-hessen.de.

Nachfolgend können Sie ein kleine Kostprobe hören:

Bitte den Start-Pfeil anklicken !


arbeit

Die Gersprenz als Müllkippe


Ja, wie eine schwimmende Müllkippe mutete es den Anglern des ASV-Hergershausen und den Aktiven des NABU Münster am vergangenen Samstag an, als Sie in einer gemeinsamen Aktion einen, durch Totholz entstandenen Anschwemmungsbereiches der Gersprenz, von eben jenem Müll befreiten.

Ausgerechnet im renaturierten Bereich der Gersprenz, auf Höhe der ersten Pappeln mit natürlichen Storchenhorsten, war eine Ansammlung von Kunststoffen, Bällen und Glasflaschen sichtbar abgelagert. Dieser Umstand bedurfte einer Reinigungsaktion.Initiiert vom NABU Münster war eine Anfrage an den Angelsportverein zwecks Ausleihe eines „Müllbootes“ im Vorfeld abgesprochen. Umso erfreulicher war dann die Unterstützung durch zusätzliche Manpower in Form von zwei neoprengewandeten aktiven Anglern. Diese bewiesen einen einmaligen Einsatz bei der Beseitigung des angeschwemmten Mülls.

Was zuerst als oberflächlich schnell zu erledigende Arbeit erschien, entwickelte sich schnell zu einem Müllberg, der auch den neun NABU-Aktiven nur mehr ein erschrecktes Kopfschütteln abnötigte. Mehr als zwei Dutzend 240L Müllsäcke mit hochverschmutztem Plastikmüll, mit alten Holzbilderrahmen und ganzen Lattenzäunen, sowie an die 300 Glasflaschen, landeten auf dem bereitgestellten Anhänger.

Im Vorfeld war über die Gemeinde Münster und in Absprache mit dem ZAW die Kostenfrage der Entsorgung geklärt. Hierfür zeigt sich der NABU Münster sehr dankbar. Diese Mengen wären aus eigener Kraft nicht zu entsorgen gewesen. Die Beseitigung war körperliche Schwerstarbeit und so war es sehr hilfreich so viele Hände im Einsatz zu haben. Der NABU wurde hierbei auch von drei Flüchtlingen unterstützt. Seit den vier Arbeitseinsätzen der letzten Wochen haben sich, auf Initiative des NABU Münster, immer wieder Flüchtlinge zu dieser sinnvollen Freizeitgestaltung eingefunden. Ein NABU-Projekt das sehr positiv und engagiert aufgenommen wurde und worüber es noch ausführlicher zu berichten gilt.

Zurück zum Thema Müll. Es ist schon erschreckend, wie sorglos mit dem Wohlstandsmüll umgegangen wird. Ist es Desinteresse, Gedankenlosigkeit oder einfach nur Handeln ohne Einsicht der resultierenden Konsequenzen!? Seit einigen Jahren wird über die Unmengen an Mikroplastik in den Weltmeeren diskutiert. Und es ist keine Frage. Das fängt hier vor unserer Haustür, in der Gersprenz an. Letztendlich gelangt dieser Gersprenz-Plastikmüll, auf seinem Wege schon reichlich zersetzt, auch als sekundäres Mikroplastik in diese Weltmeere. Und dies mit jenen verheerenden Nebenwirkung auf die Meeresfauna und Flora. Zum guten Schluss haben wir dann unseren Müll wieder auf dem Teller. Schon mal darüber nachgedacht?! Deshalb wird der NABU Münster weiterhin Reinigungsaktionen der Gersprenz anregen. Neben dem ASV-Hergershausen, haben sich auch die Gersprenztaucher Münster für eine Zusammenarbeit ausgesprochen. Kleine aber wichtige Schritte auf einem Weg in die richtige Richtung.

arbeit

Der NABU bekämpft den Bärenklau


Thomas Lay hat den Riesen-Bärenklau aus der "Furt im Wassererlebnis Gersprenz" entfernt. Mit entsprechender Schutzkleidung, die von vorbeigehenden Spaziergängern als Ausserirdischer registriert wurden, konnte der Bärenklau mit Spezialwerkzeugen unschädlich gemacht werden. Die Dolden wurden in Kunststoffsäcke gepackt und werden über den Hausmüll entsorgt.

Der NABU nimmt dies zum Anlass nochmals auf die Gefahren des Kontaktes mit dem Bärenklau hinzuweisen. Beim Körperkontakt können schwere Verbrennungen entstehen, deren Heilung sehr langwierig ist. Weitere Hinweise können unter www.heilpraxisnet.de abgerufen werden.

arbeit

Pflegemaßnahmen in den Schutzgebieten


Am 19.08.2017 begannen wieder die Pflegemaßnahmen in den Schutzgebieten rund um Münster. Dann werden wieder ca. 15 NABU-Aktive jeden Samstag ab 13:00 Uhr für einige Stunden in den Hergershäuser Wiesen, Auf dem Sand, bei den Löschteichen, bei dem Teich am Rotkäppchen und in den weiteren Schutzgebieten insbesondere Mäh- und Mulcharbeiten durchführen. Zum überwiegenden Teil sind dies Arbeiten, die vom Hessen-Forst an den NABU vergeben wurden. Darüber hinaus werden Arbeiten durchgeführt, die in Eigeninitiative dem Naturschutz dienen. Die Pflegearbeiten müssen bis ca. Anfang Februar abgeschlossen sein, da zu diesem Zeitpunkt bereits die Brutsaison der Vögel beginnt.

Nach dem ersten Arbeitseinsatz am 19.08.2017 wurde ein Grillfest gefeiert.

arbeit

Renaturierung der Semme


Mit einer Zuwendung der unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Darmstadt-Dieburg konnten wir im Bereich der Semme - unmittelbar an der Gemarkungsgrenze Altheim und Hergershausen Ende 2015 ca. 26.000 m² Grünland erwerben. Auf dieser Fläche haben wir im Spätsommer 2016 eine 1.200 m² große, flache Flutmulde angelegt, die sich bei Hochwasser füllt und dann nach und nach wieder austrocknet.

Weiterhin wurden an den Ufern der Semme kleinere Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt, z.B. Anlage von kleinen Mäandern, Abflachen der Ufer, Anlage eines kleinen Tümpels. Die naturnahe Gestaltung des Auenbereichs hat das Ziel, die Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren zu erhöhen. Abgeschlossen ist das Projekt erst im November 2016, denn es sind noch vier Obstbäume zu pflanzen.

Die nachfolgenden Bilder zeigen die Erdarbeiten.


Schmetterlinge im Naturschutzgebiet - Auf dem Sand - zwischen Hergershausen und Altheim


Der NABU Münster hat im Sommer 2016 versucht eine Bestandsaufnahme der Schmetterlingsarten im Naturschutzgebiet "Auf dem Sand" durchzuführen. Karin Banki hat die besten Fotos der 18 Tagfalterarten in der nachfolgenden Dokumentation zusammengestellt (Das Dokument bitte mit Adobe Reader öffnen).

Mit einem Doppel-Klick auf das untenstehende Bild wird die Dokumentation angezeigt.

matthias